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Gentz & Co - Hundesport
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Aktualisiert am: 23.10.2011, 18:22
Obedience

Obedience Logo !!! Hier noch alte PO, wird in Kürze aktualisiert !!!

Obedience ist Gehorsam in Perfektion! Ein Obediencehund arbeitet nicht untergeordnet, Mensch und Hund arbeiten als TEAM und werden auch als solches bewertet.

Obedience ist eine Sportart die auch von Hunden mit leichten Behinderungen z.B. des Gangwerks ausgeführt werden kann.

Obedience ist KEINE Ausbildungsmethode sowie das gerne gesehen wird. So individuell wie unsere Hunde sind, genauso individuell muss der Weg der Ausbildung für jeden Hund und für jedes Team gewählt werden, um die angestrebten Ziele und Ergebnisse zu erreichen.

Das Endergebnis einer Obedienceausbildung muß ein Hund sein, der fähig ist über einen längeren Zeitraum (prüfungsbedingt bis zu 20 Min.) ohne Hilfsmittel freudig, motiviert und konzentriert zu arbeiten. Im Idealfall wird bereits über positive Motivation aufgebaut, was eine gewisse Absicherung der Übungen nicht ausschließt um die gewünschte Perfektion zuverlässig, abrufbar zeigen zu können.

Seit 2002 existiert eine deutsche (VDH) Prüfungsordnung, womit dann auch der Weg zu nationalen Meisterschaften geebnet wurde, Obedienceprüfungen werden bis zur Weltmeisterschaft (FCI) durchgeführt. Im Obedience werden die Teams neben dem Leistungsrichter von einem Ringsteward durch das Turnier begleitet was unbedingt geübt werden sollte. Alle Übungen und Übungsabschnitte dürfen nur auf Anweisung des Ringstewards gearbeitet werden, welcher ebenfalls Beginn und Ende einer Übung vorgibt. Zuwiderhandlung wird umgehend mit Punktabzügen durch den Richter bestraft. Der Ringsteward ist bereits im Vorfeld für den gesamten Aufbau und Ablauf der Prüfungklassen verantwortlich, der Richter ist hier „bewertender Statist“ und greift lediglich dann in den Prüfungsablauf ein, wenn ein Hund vom weiteren Verlauf ausgeschlossen werden muss.

Eine Obedienceprüfung besteht aus 10 Übungen und der Zusatzwertung „Umgang Mensch-Hund“ die, in 4 Leistungsklassen gegliedert, von den Teams ausgeführt werden müssen. Zur Ausführung dieser Hundesportart sind nur wenige Utensilien notwendig. Hierzu gehören Markierungen, Pylonen (Kegel), Holz- und Metallapportel, kleine Holzzuschnitte für die Geruchsunterscheidung und eine höhenverstellbare Hürde.

Je Übung können 5 bis maximal 10 Punkte in 0,5er Schritten vergeben werden.

Teilbewertungen gibt es nicht, Übungen die mit weniger als 5 Punkten bewertet werden, gelten als nicht bestanden. Die in einer Übung erreichte Punktzahl wird mit dem jeweiligen Koeffizienten multipliziert. Der Koeffizient steht für den Schwierigkeitsgrad einer Übung und deren Gewichtung in der Wertung, so kann in jeder Prüfungsstufe eine Gesamtpunktzahl von 320 Punkten erreicht werden.

Die Wertung ist wie folgt aufgegliedert:

    • "Vorzüglich" von 256 bis 320 Punkten
    • "Sehr Gut"   von 224 bis 255,5 Punkten
    • "Gut"          von 192 bis 223,5
    • Alle Prüfungen mit einem Ergebnis unter von unter 192 Punkten gelten als nicht bestanden.

Nach dem Erreichen von 256 Punkten („Vorzüglich“) kann man in die nächst höhere Klasse aufsteigen.

Zulassungsalter der Hunde am Tage der Prüfung:
Beginner-Klasse = 15 Monate / Klasse 1 = 15 Monate / Klasse 2 = 16 Monate / Klasse 3 = 17 Monate

Beginner

Nennen wir sie mal die „Einstiegsdroge“ :) Video Beginner Prüfung
Die Beginner-Klasse ist nach der BH/VT die erste Prüfung die abgelegt wird und besteht zum größten Teil aus Wesenstest im neutralen Verhalten gegenüber anderen Hunden und Menschen.

    • Verhalten gegenüber anderen Hunden (Koeff. 4 - Max. Punktzahl 40)
      Die Teams stehen in einem Abstand von 3 Metern zueinander in einer Reihe. Die Hunde sitzen neben den Hundeführern in Grundstellung. Beginnend bei Nummer 1 umrunden die Teams nacheinander die aufgestellten HF. Der Abstand zwischen dem laufenden Team und den stehenden Teilnehmern darf nicht mehr als 1 Meter betragen.
    • Stehen und Betasten (Koeff. 3 - Max. Punktzahl 30)
      Der HF tritt mit seinem Hund aus der Gruppe heraus vor Steward und Richter, dort muß sich der Hund im Stehen von allen Seiten durch den Steward abtasten lassen. Das Verhalten des Hundes muß mindestens neutral sein. Hunde die sich bei dieser Übung aggressiv zeigen, gar zu beissen wollen, werden vom weiteren Verlauf der Prüfung ausgeschlossen.
    • Gebiss zeigen (Koeff. 1 - Max. Punktzahl 10)

      Auf Anweisung kommt der HF mit seinem Hund aus der Gruppe und hält vor dem OB-LR an. Der HF zeigt durch Anheben der Lefzen des Hundes das Gebiss, wobei die Vorderseite des Gebisses geschlossen sein muss und die Seite vollständig sichtbar sein soll. Der Hund soll dabei sitzen, dann kehrt das Team in die Gruppe zurück.
    • Ablegen in der Gruppe (Koeff. 4 - Max. Punktzahl 40) Der Hund wird angeleint zu dieser Übung gebracht. Die HF stellensich mit ihren Hunden im Abstand von ca. 3 Meter in einer Reihe, in der Grundstellung auf. Nachdem die Hunde abgeleint wurden, bekommen die HF nacheinander von links nach rechts vom Ringsteward die Anweisung, ihren Hund in die Position "Platz" zu bringen. Die HF entfernen sich ungefähr 20 Meter, halten an und nehmen Front zu ihren Hunden. Die Hunde bleiben 2 Minuten abgelegt. Wenn der HF seinen Hund verlässt, darf er das Hörzeichen "Bleib" gebrauchen. Die Zeitnahme beginnt, wenn die HF ihren Platz auf der für diese Übung angegebenen Distanz eingenommen haben. Nach Ablauf der Zeit gehen die HF zu ihren Hunden zurück und stellen sich daneben. Dann werden die Hunde nacheinander, von rechts nach links in Grundstellung gebracht.
    • Leinenführigkeit (Koeff. 4 - Max. Punktzahl 40)

      Der Hund muss, an der linken Seite des HF geführt, in einem guten Tempo und aufmerksam, an loser Leine, unmittelbar neben dem HF, folgen ( Schulter auf Kniehöhe ) und zwar so, dass er diesen in keiner Weise bei seinen Bewegungen behindert.
    • Freifolge (Koeff. 4 - Max. Punktzahl 40)
      Auf Anweisung wird der Hund durch seinen HF abgeleint. Die Leine wird über die linke Schulter getragen und an der rechten Seite geschlossen oder um den Hals getragen. Es wird fortgefahren wie in Übung 5. Leinenführigkeit.
    • Sitz aus der Bewegung (Koeff. 3 - Max. Punktzahl 30)
      Aus der Grundstellung geht der HF mit seinem frei folgenden Hund im Normalschritt geradeaus. Nach 10 - 15 Meter erhält der HF die Anweisung seinen Hund ins "Sitz" zu bringen, welches der Hund schnell und gerade ausführen soll. Der Hund hat ruhig zu sitzen. Nach mindestens weiteren 20 Meter bleibt der HF stehen und dreht sich sofort zu seinem Hund um. Der HF geht zu seinem Hund zurück und nimmt an dessen rechter Seite die Grundstellung ein. Auf Anweisung wird angeleint.
    • Kommen auf Befehl (Koeff. 4 - Max. Punktzahl 40)
      Der HF erhält die Anweisung seinen Hund aus der Grundstellung in einem Quadrat von 3 x 3 Meter in der Mitte abzulegen. Die Ecken des Quadrats werden mit Kegeln markiert. Eine sichtbare Linie (Bänder, Kreidemarkierungen) verbinden die Kegel an der Außenseite. Eine Leine kann ohne Knoten oder Schlaufen zu dem Hund gelegt werden. Auf Anweisung entfernt sich der HF ungefähr 15 Meter in Vorwärtsrichtung. Hier stellt sich der HF mit dem Gesicht zum Hund auf. Auf Anweisung ruft der HF den Hund zu sich. Der Hund muss das Hörzeichen sofort und ohne zögern umsetzen und in einem schnellen Tempo, in gerader Linie kommen.
    • Zurücksenden zum Platz (Koeff. 3 - Max. Punktzahl 30)
      Der Hund sitzt nach Übung 8 in Grundstellung. Auf Anweisung sendet der HF den Hund zurück ins Quadrat. Der Hund muss dieses Hörzeichen direkt, auf dem kürzesten Weg, im Trab oder Galopp, unter Berücksichtigung der Rasse, umsetzen und in das Quadrat zurückkehren und sich dort auf Kommando hinlegen, vorzugsweise dem HF zugewandt. Auf Anweisung begibt sich der HF zu dem Hund. Der HF lässt den Hund auf ein Zeichen sitzen. Die Übung ist beendet und der Hund wird nun angeleint.
    • Apport auf ebener Erde (Koeff. 2 - Max. Punktzahl 20)
      Auf Anweisung legt der HF seinen eigenen Apportiergegenstand mindestens 10 Meter vom Hund entfernt in einer angegebenen Richtung ab. Es ist erlaubt beim Auslegen des Gegenstandes ein Wartehörzeichen zu geben. Der Hund muss neben dem HF sitzen bleiben, bis dieser ihm auf Anweisung das Hörzeichen zum Apportieren gibt. Der Hund muss dem Hörzeichen flott, aufgeweckt und auf dem kürzesten Weg folgen. Es ist erlaubt, dass der Hund sich direkt an dem Gegenstand vorbei umdreht, bevor er ihn aufnimmt. Während des Apportierens darf der Hund nicht auf dem Gegenstand kauen oder mehrfach nachfassen. Der Hund soll auf dem kürzesten Weg zum HF zurückkehren und sich direkt vor diesen setzen. Der Hund muss den apportierten Gegenstand festhalten, bis der HF, auf Anweisung, dem Hund das Hörzeichen zum Loslassen gibt. Danach gibt der HF nach Anweisung das Hörzeichen zur Grundstellung.
    • Umgang Mensch/Hund (Koeff. 1 - Max. Punktzahl 10)

      Diese Übung dient der Anregung, dass der Hund am Ende einer Übung ruhig belohnt wird. An dem Verhalten des HF und des Hundes wird beurteilt, ob zwischen beiden die gewünschte Verständigung vorhanden ist. Der Hund soll das gesamte Programm freudig erarbeiten.

Klasse 1

Jede Klasse steigert sich im Schwierigkeitsgrad der auszuführenden Übungen. In Klasse 1 kommen 3 neue Übungen dazu. Video Klasse 1 Prüfung

    • 1 Minute Sitzen mit Sichtkontakt (Koeff. 2 - Max. Punktzahl 20)
      Die Hunde werden angeleint zu dieser Übung gebracht. Die Hundeführer nehmen mit ihren Hunden in einer Reihe mit ca. 3 Metern Abstand zueinander in der Grundstellung Aufstellung. Nachdem die Hunde abgeleint worden sind, begeben sich die Hundeführer auf Anweisung 20 Meter in die vom Ringsteward angegebene Richtung, in Sichtkontakt zum Hund. Nach 1 Minute, auf Anweisung, begeben sich die HF neben ihre Hunde in Grundstellung. Die Übung wird durch Anweisung des Ringstewards beendet.
    • 3 Minuten liegen mit Sichtkontakt (Koeff. 2 - Max. Punktzahl 20)
      Direkt nach Übung 1 wird Übung 2 gezeigt. Der Hund wird angeleint zu dieser Übung gebracht. Die HF nehmen mit ihren Hunden in einer Reihe, mit einem Abstand von ca. 3 Meter zueinander, in der Position "Sitz" Aufstellung. Auf Anweisung werden die Hunde abgeleint und die HF geben auf Anweisung nacheinander das Hörzeichen für die Platzposition. Der Hund muss ohne zu zögern das Hörzeichen umsetzen und sich gerade neben seinen HF legen. Auf Anweisung begeben sich die Hundeführer nach einem letzten Hörzeichen 20 Meter in die vom Ringsteward angegebene Richtung, halten an und drehen sich zu ihren Hunden um. Die Hunde bleiben 3 Minuten abgelegt. Wenn der HF seinen Hund verlässt, darf er das Hörzeichen "Bleib" gebrauchen. Beim Hund darf nichts zurückgelassen werden. Die Zeit beginnt, wenn der letzte HF seine Position eingenommen hat. Auf Anweisung begeben sich die HF neben ihren Hund. Nacheinander, wieder auf Anweisung, werden die Hunde ins "Sitz" gerufen. Der Ringsteward beendet die Übung.
    • Leinenführigkeit (Koeff. 3 - Max. Punktzahl 30)

      Der Hund muss, an der linken Seite des HF geführt, in einem gutem Tempo und aufmerksam, an loser Leine, unmittelbar neben dem HF, folgen (Schulter auf Kniehöhe ) und zwar so, dass er diesen in keiner Weise bei seinen Bewegungen behindert.
      Es werden folgende Anweisungen gegeben: A. Vorwärts / B. Rechts / C. Links / D. Rechtsumkehrt / E. Linksumkehrt / F. Die Figur 8 / G. Halt / H. Laufschritt
      Bei B. und C. muss die Richtungsänderung mit einem Winkel von 90 Grad ausgeführt werden. Bei E. kann ein kleiner Bogen nach links gemacht werden. Die unter F. genannte Figur ist eine 8-förmige Figur, wobei beide Kreise einen Durchmesser von 4-5 Metern haben. Das Halt machen muss frei und plötzlich geschehen, der Hund muss sich hierbei unmittelbar aus eigener Bewegung setzen. Beim Vorwärts, nach einem Haltmachen auf Anweisung, darf ein Hörzeichen gegeben werden. Bei H. ist es erlaubt, beim Tempowechsel ein Hörzeichen zu geben.
    • Freifolge (Koeff. 4 - Max. Punktzahl 40)

      Auf Anweisung wird der Hund durch seinen HF abgeleint. Die Leine wird über die linke Schulter getragen und an der rechten Seite geschlossen oder um den Hals getragen. Es wird fortgefahren wie in Übung 3 Leinenführigkeit.
    • "Platz" aus der Bewegung (Koeff. 3 - Max. Punktzahl 30)

      Bei dieser Übung ist ein markiertes Quadrat 8 x 8 Metern zu umgehen. Der Hundeführer nimmt mit seinem Hund auf Anweisung die Grundstellung ein. Auf Anweisung geht der HF mit seinem Hund in die angegebene Richtung. Nach einem Richtungswechsel wird der Hund auf Anweisung mit dem Hörzeichen in die Position "Platz" gebracht, während der HF ohne seine Gangart zu unterbrechen oder sich umzudrehen, das Quadrat umläuft bis er wieder bei seinem Hund angelangt ist. Ohne anzuhalten wird der Hund mittels Hörzeichen "Fuß" mitgenommen. Nach einem weiteren Richtungswechsel wird die Übung auf Anweisung in der Grundstellung beendet.
    • Kommen auf Befehl (Koeff. 3 - Max. Punktzahl 30)

      Der HF erhält die Anweisung, seinen Hund in einem Quadrat von 3 x 3 Meter in der Mitte abzulegen. Die Ecken des Quadrats werden mit Kegeln markiert. Eine sichtbare Linie (Bänder, Kreidemarkierungen) verbinden die Kegel an der Außenseite. Eine Leine kann ohne Knoten oder Schlaufen zu dem Hund gelegt werden. Auf Anweisung entfernt sich der HF ungefähr 20 Meter in Vorwärtsrichtung. Hier stellt sich der HF mit dem Gesicht zum Hund auf. Auf Anweisung ruft der HF den Hund. Der Hund muss das Hörzeichen sofort und ohne zögern umsetzen und in einem schnellen Tempo, in gerader Linie kommen. Die Übung endet in der Grundstellung.
    • Zurücksenden zum Quadrat (Koeff. 3 - Max. Punktzahl 30)

      Der Hund sitzt nach Übung 8 in Grundstellung. Auf Anweisung sendet der HF den Hund zurück in das Quadrat. Der Hund muss dieses Hörzeichen direkt, auf dem kürzesten Weg, im Trab oder Galopp, unter Berücksichtigung der Rasse, umsetzen und ins Quadrat zurückkehren und sich dort auf Kommando hinlegen. Auf Anweisung begibt sich der HF zu dem Hund. Der HF lässt den Hund auf ein Zeichen sitzen. Die Übung ist beendet.
    • Freisprung über die Hürde (Koeff. 3 - Max. Punktzahl 30)
      Der HF befindet sich mit seinem Hund in angemessener Entfernung zur Hürde in der Grundstellung. Auf Anweisung springt der Hund frei hin und zurück. Ein Hör- und/oder Sichtzeichen für den Hin- und ein Hörzeichen für den Rücksprung sind gestattet. Die Übung endet in der Grundstellung. Die Hürde soll kompakt und die Sprunghöhe gleich der Schulterhöhe des Hundes, kaufmännisch gerundet auf die nächsten 10 cm, sein. Die Breite beträgt 1 Meter.

 

    • Apport auf ebener Erde (Koeff. 4 - Max. Punktzahl 40)

      Auf Anweisung legt der HF ein eigenes Apportel mindestens in 10 Meter Entfernung in angegebener Richtung ab. Es ist erlaubt, vor dem Ablegen ein Wartehörzeichen zu geben. Anschließend muss der Hund so lange neben dem HF sitzen bleiben, bis dieser ihm, auf Anweisung, das Hörzeichen zum Apportieren gibt. Der Hund muss dem Hörzeichen flott, aufgeweckt und auf dem kürzesten Weg folgen. Es ist erlaubt, dass der Hund sich direkt an dem Apportel vorbei umdreht bevor er es aufnimmt. Während des Apportierens darf der Hund nicht auf dem Gegenstand kauen oder mehrfach nachfassen. Der Hund soll auf dem kürzesten Weg zum HF zurückkehren. Der Hund muss den apportierten Gegenstand festhalten, bis der HF, auf Anweisung, dem Hund das Hörzeichen zum Loslassen gibt. Die Übung endet mit der Grundstellung.
    • Kontrolle auf Distanz (Koeff. 4 - Max. Punktzahl 40)

      Der Hund befindet sich in liegender Stellung auf dem bezeichneten Platz. Auf Anweisung verlässt der Hundeführer den Hund zu einer angegebenen, ungefähr 10 Meter vom Hund entfernten Stelle. Der Ringsteward gibt hinter dem Hund dem Hundeführer an, wann der Hund die Stellung zum "Sitz" und anschließend wieder ins "Platz" wechseln soll.
    • Umgang Mensch / Hund (Koeff. 1 - Max. Punktzahl 10)

Klasse 2

Ab jetzt wird in der Prüfung schon etwas genauer gerichtet und mehr auf Dinge geachtet die einem in den unteren Klassen noch nachgesehen wurden. Die Übungen steigern sich erneut und es kommt wieder 1 Neue dazu.
Video Klasse 2 Prüfung

    • 2 Minuten Sitzen mit Sichtkontakt (Koeff. 2 - Max. Punktzahl 20)

      Die Hunde werden angeleint zu dieser Übung gebracht. Die Hundeführer nehmen mit ihren Hunden in einer Reihe mit ca. 3 Meter Abstand auseinander in der Grundstellung Aufstellung. Nachdem die Hunde auf Anweisung abgeleint worden sind, begeben sich die Hundeführer 20 Meter in die vom Ringsteward angegebene Richtung, in Sichtkontakt zum Hund. Nach 2 Minuten, auf Anweisung, kehren die HF neben ihre Hunde zurück in Grundstellung. Die Übung wird durch Anweisung beendet.
    • 3 Minuten liegen ohne Sichtkontakt (Koeff. 2 - Max. Punktzahl 20)

      Diese Übung wird gleichzeitig durch mehrere Teilnehmer ausgeführt. Die Teams stehen in einer geraden Linie in Grundstellung, mit einem Zwischenraum von ca. 3 Meter. Auf Anweisung geben die HF nacheinander von links nach rechts das Hörzeichen für die Platzposition. Der Hund muss ohne zu zögern das Hörzeichen umsetzen und sich gerade neben seinen HF legen. Auf Anweisung begeben sich die Hundeführer nach einem letzten Hörzeichen, in die vom Ringsteward angegebene Richtung außer Sicht und Hörkontakt zum Hund. Beim Hund darf nichts zurückgelassen werden. Die Zeit beginnt, wenn der letzte HF außer Sicht ist. Auf Anweisung kehren die HF auf 20 Meter Abstand zu ihren Hunden zurück. Auf Anweisung begeben sich die HF neben ihren Hund. Nacheinander, wieder auf Anweisung, werden die Hunde von rechts nach links ins "Sitz" gerufen. Der Ringsteward beendet die Übung.
    • Freifolge (Koeff. 4 - Max. Punktzahl 40)

      Der Hund muss flott, aufmerksam und unmittelbar links neben dem Hundeführer folgen ( Schulter auf Kniehöhe ) und zwar so, dass er diesen in keiner Weise bei seinen Bewegungen behindert. Es wird in einem normal schnellen Schritt gelaufen und weiter, auf Anweisung, mindestens 25 Schritte im Laufschritt und im langsamen Schritt.
      Es können folgende Anweisungen geben werden: A. Vorwärts / B. Rechts / C. Links / D. Rechtsumkehrt / E. Linksumkehrt / F. Halt / G. Laufschritt / H. Langsamer Schritt / I. Slalom
      Bei B. und C. muss die Richtungsänderung 90 Grad betragen. Bei E. kann ein kleiner Bogen nach links gemacht werden. Das "Halt" bei F. muss frei plötzlich geschehen, der Hund muss sich hierbei unmittelbar und aus eigener Bewegung setzen. Beim Vorwärts, nach einem Anhalten auf Anweisung, ist ein Hörzeichen zulässig. Für I. werden 6 Pylonen aufgestellt mit einem Abstand von 2,5 Metern zueinander. Der Abstand zwischen Pylone und HF muss 1 Meter betragen. Anzahl, Art und Folge der Anweisungen können variiert werden.
    • "Sitz" und "Platz" aus der Bewegung (Koeff. 3 - Max. Punktzahl 30)

      Bei dieser Übung ist ein markiertes Quadrat 8 x 8 Meter zu umgehen. Der Hundeführer nimmt mit seinem Hund auf Anweisung die Grundstellung ein. Auf Anweisung geht der HF mit seinem Hund in die angegebene Richtung. Nach einem Richtungswechsel wird der Hund auf Anweisung mit einem Hörzeichen in die Position "Sitz" gebracht, während der HF, ohne seine Gangart zu unterbrechen oder sich umzudrehen, um das Quadrat herumläuft, bis er wieder bei seinem Hund angelangt ist. Ohne anzuhalten wird der Hund mittels eines Hörzeichen "Fuß" mitgenommen. Nach einem weiteren Richtungswechsel wird der Hund auf Anweisung mit einem Hörzeichen in die Position "Platz" gebracht, während der HF ohne seine Gangart zu unterbrechen oder sich umzudrehen, das Quadrat ein weiteres mal umläuft, bis er wieder bei seinem Hund angelangt ist. Ohne anzuhalten wird der Hund mittels Hörzeichen "Fuß" mitgenommen. Nach einem weiteren Richtungswechsel wird die Übung auf Anweisung in der Grundstellung beendet.
    • Kommen mit Stehen (Koeff. 4 - Max. Punktzahl 40)

      Der Hund wird auf einen angegeben Platz abgelegt. Der Hundeführer eht mindestens 25 Meter in eine durch den Ringsteward angegebene Richtung weg, ohne sich umzuschauen. Auf Anweisung dreht er sich dann um, mit dem Gesicht zum Hund. Auf Anweisung ruft der Hundeführer den Hund, der das gegebene Hörzeichen sofort und ohne zu zögern umsetzen soll. Auf ungefähr der Hälfte der Distanz gibt der HF auf Anweisung dem Hund das Hörzeichen zum Stehen, danach bekommt der Hund erneut auf Anweisung das Hörzeichen zum Kommen.
    • Voraussenden in ein Quadrat mit Hinlegen (Koeff. 3 - Max. Punktzahl 30)

      Aus der Grundstellung schickt der HF auf Anweisung den Hund zu einem 3 x 3 Meter großen Quadrat (Entfernung 20 Meter). Die Ecken des Quadrats werden mit Kegeln markiert. Eine sichtbare Linie (Bänder, Kreidemarkierungen) verbinden die Kegel an der Außenseite.
    • Apport über die Hürde (Koeff. 3 - Max. Punktzahl 30)

      Auf Anweisung wirft der HF sein eigenes Apportel über das Hindernis. Es ist erlaubt, vor dem Werfen ein Wartekommando zu geben. Der Hund befindet sich in Grundstellung, bis der HF ihm auf Anweisung das Hörzeichen gibt, die Hürde zu überspringen. Der Hund muss dieses flott und aufgeweckt befolgen. Es ist erlaubt, dass der Hund sich direkt am Apportel umdreht, bevor er den Gegenstand aufnimmt. Während des Apportierens darf der Hund nicht auf dem Gegenstand kauen oder mehrfach nachfassen. Der Hund muss mit dem Apportel zurück über die Hürde springen, um zum HF zurückzukehren. Der Hund muss das Apportel festhalten, bis der Hundeführer auf Anweisung das Hörzeichen zum Loslassen gibt. Die Übung endet in der Grundstellung.
    • Metallapport auf ebener Erde (Koeff. 2 - Max. Punktzahl 20)

      Auf Anweisung legt der Hundeführer seinen eigenen Apportierblock aus Metall mindestens in 10 Meter Entfernung in angegebener Richtung ab. Es ist erlaubt, vor dem Ablegen ein Wartehörzeichen zu geben. Anschließend muss der Hund so lange neben dem HF sitzen bleiben, bis dieser ihm, auf Anweisung, das Hörzeichen zum Apportieren gibt. Der Hund muss nun flott und aufgeweckt, auf direktem Weg, gehorchen. Es ist erlaubt, dass der Hund sich direkt am Gegenstand vorbei umdreht, bevor er es aufnimmt. Während des Apportierens darf der Hund nicht auf dem Gegenstand kauen oder ihn nachfassen. Der Hund muss direkt zum HF zurückkehren und sich eng vor den HF setzen. Der Hund muss den apportierten Gegenstand festhalten, bis der HF diesen, auf Anweisung, festhält und dem Hund das Hörzeichen zum loslassen gibt. Danach gibt der HF auf Anweisung das Hörzeichen zur Grundstellung.
    • Geruchsunterscheidung aus 6 Gegenständen (Koeff. 4 - Max. Punktzahl 40)

      Vor Beginn der Übung 3 erhält jeder Hundeführer einen Gegenstand aus Holz zum Apportieren (10 cm x 2 cm x 2 cm) der mit der Startnummer des jeweiligen Teams gekennzeichnet ist. Bei Beginn der Übung wird der Hundeführer gebeten sich umzudrehen. Dabei besteht die Möglichkeit, dass sich der Hund mit dem HF umdreht, oder aber in seiner Sitz-Position bleibt. Welche Ausführung der HF wählt, muss er vor der Übung dem Ringsteward mitteilen. Danach wird der Gegenstand dem Ringsteward übergeben. Der Ringsteward legt dann den Gegenstand des Hundeführers - ohne ihn zu berühren - mit fünf gleichartigen Gegenständen kreisförmig, oder in einer horizontalen Reihe ungefähr 10 m vom Hundeführer entfernt ab. Der Abstand der Hölzer zueinander beträgt ca. 25 cm. Auf Anweisung dreht sich der Hundführer wieder um und gibt dem Hund das Kommando "Such" (hier ist auch das Hörzeichen "Bring" erlaubt). Der Hund muss den Gegenstand des Hundeführers ohne weitere Hörzeichen finden und bringen.
    • Kontrolle auf Distanz (Koeff. 4 - Max. Punktzahl 40)

      Der Hund befindet sich in liegender Stellung auf dem bezeichneten Platz. Auf Anweisung verlässt der Hundeführer den Hund zu einer angegebenen, ungefähr 15 Meter vom Hund entfernten Stelle. Der Ringsteward gibt dem Hundeführer in der Reihenfolge Sitz - Steh - Platz die Anweisungen zum Positionswechsel. Der Hund wechselt drei Mal die Stellung.
    • Umgang Mensch - Hund (Koeff. 1 - Max. Punktzahl 10)

Klasse 3

Klasse 3 entspricht der internationalen Klasse in der auch alle in- und auswärtigen Meisterschaften ausgetragen werden. Video Klasse 3 Gruppenübung - Video Klasse 3 Einzelübungen

    • 2 Minuten Sitzen ohne Sichtkontakt (Koeff. 3 - Max. Punktzahl 30)

      Die Hunde sitzen in einer Reihe in einem Abstand von ca. 3 m von einander in der Grundstellung. Auf Anweisung verlassen die Hundeführer für 2 Minuten ihre Hunde und begeben sich zu einer Stelle, die der Hund nicht einsehen kann. Wenn die 2 Minuten vorbei sind, werden die Hundeführer angewiesen, zurück in den Ring zu gehen. Dort stellen sie sich in einer Reihe vor ihren Hunden auf. Die Hundeführer werden danach angewiesen zu ihren Hunden zu gehen und sich neben ihrem Hund in Grundstellung zu begeben. Eine Gruppe besteht aus mindestens drei und maximal aus sechs Hunden.
    • 4 Minuten Liegen ohne Sichtkontakt mit Ablenkungen (Koeff. 2 - Max. Punktzahl 20)

      Die Hunde sitzen in einer Reihe in einem Abstand von ca. 3 m von einander in der Grundstellung. Auf Anweisung des Stewards werden die Hunde einzeln von links nach rechts aus der Grundstellung abgelegt. Das spätere Aufsitzen wird umgekehrt von rechts nach links angeordnet, so dass der Erste, der abliegt, der Letzte beim Aufsitzen ist. Die Hundeführer gehen auf Anweisung gemeinsam 4 Minuten außer Sicht des Hundes. In dieser Zeit wird eine Ablenkung durchgeführt indem zum Beispiel eine Person in Schlangenlinie zwischen den Hunden durchgeht. Nachdem die 4 Minuten vorüber sind, werden die Hundeführer aufgefordert, in den Ring zu gehen. Zusammen stellen sie sich ca. 3 m hinter den Hunden auf. Die Hundführer werden abermals aufgefordert, zu den Hunden zu gehen und ihren Hund einzeln in die Grundstellung zu nehmen. Eine Gruppe besteht mindestens aus drei, aber maximal aus sechs Hunden.
    • Freifolge (Koeff. 3 - Max. Punktzahl 30)

      Freifolge wird in verschiedenen Geschwindigkeiten mit Links und Rechtswendungen sowie Kehrtwendungen gezeigt. Der abgeleinte Hund soll willig an der linken Seite seines Hundeführers gehen, seine Schulter in Kniehöhe des Hundeführers, in gerader Linie. Der Hundeführer soll seine Arme während dieser Übung in einer natürlichen Weise bewegen. Die Freifolge soll die Gangarten normaler Schritt, langsamer Schritt und Laufschritt mit Links-, Rechts- und Kehrtwendungen enthalten. Die deutsche Kehrtwendung (hinter dem Hundeführer) ist genauso gestattet, wie die Kehrtwendung, bei der der Hund ständig am linken Fuß des Hundeführers bleibt. Beide Variationen müssen aber perfekt gezeigt werden. (Anmerkung: Dem Hundeführer ist es erlaubt, beide Variationen innerhalb dieser Übung zu zeigen). Es wird auch geprüft, ob der Hund aus der Grundstellung dem Hundeführer zwei oder drei Schritte in verschiedenen Richtungen folgt (nach links, rechts, vor und zurück), ebenfalls Wendungen und Kehrtwendungen nach links oder rechts aus der Grundstellung heraus. Alle Hunde in einem Wettkampf müssen die gleiche Freifolge zeigen. Das Hörzeichen „Fuß” darf bei jedem Angehen, Gangartwechsel, bei der Teilübung „zwei oder drei Schritte in verschiedenen Richtungen“, sowie bei Wendungen und Kehrtwendungen aus der Grundstellung heraus gegeben werden. Wenn der Hundführer anhält, muss der Hund selbstständig, ohne Kommando, die Grundstellung einnehmen.
    • Steh, Sitz und Platz aus der Bewegung (Koeff. 3 - Max. Punktzahl 30)

      Diese Übung wird gegen den Uhrzeigersinn aus der Bewegung um ein 8 m x 8 m großes Quadrat vorgeführt, so dass in den Ecken des Quadrats Linkswendungen gezeigt werden müssen. Die Hörzeichen zum „Steh“, „Sitz“ und „Platz“ werden auf Anweisung des Stewards vom Hundeführer aus der Bewegung gegeben. Um das Quadrat zu markieren, werden in den Ecken Pylonen verwendet. Der Startpunkt der Übung ist in der Mitte irgendeiner Seite des Quadrats. Der Steward gibt dem Hundeführer die Anweisung, seinem Hund das Kommando zum Stehen zu geben, wenn dieser sich ungefähr in der Mitte des zweiten Schenkels des Quadrates befindet. Der Hundeführer geht weiter um das Quadrat, bis er wieder bei seinem Hund angelangt ist. Nun gibt der Hundeführer das „Fuß“ Hörzeichen ohne seine Gangart zu unterbrechen. Die Übung geht kontinuierlich weiter, in dem der Hundeführer das Hörzeichen „Sitz“ am dritten Schenkel und das Hörzeichen „Platz“ am vierten Schenkel gibt. Die Übung ist beendet, wenn das Team wieder am Ausgangspunkt der Übung angelangt ist. Die Steh,- Sitz- und Platz-Position soll parallel zu der imaginären Linie des Quadrats sein und um ca. 0,5 m, unter Berücksichtigung der Größe des Hundes, von dieser Linie nach außen versetzt. Die Wendungen sollen 90° betragen und nicht abgerundet sein.
    • Heranrufen mit Steh und Platz (Koeff. 4 - Max. Punktzahl 40)

      Der Hund wird in die Position „Platz“ gebracht und der Hundeführer entfernt sich ca. 30 – 35 m in eine angegebene Richtung. Auf Anweisung des Stewards wird der Hund abgerufen. Der Hundeführer gibt seinem Hund das Hör- oder Sichtzeichen zum Stehen, wenn ca. ein Drittel der Distanz zurückgelegt wurde. Auf Anweisung des Stewards ruft der Hundeführer erneut seinen Hund zu sich. Wenn dieser ungefähr zwei Drittel der Strecke zurückgelegt hat, bekommt der Hund das Hör- oder Sichtzeichen zum Hinlegen. Nach dem zweiten Stopp wird auf Anweisung des Stewards der Hund in die Fußposition (Grundstellung) gerufen (Anmerkung: Der Hund darf auch vorsitzen). Der Steward erteilt dem Hundeführer nur die Anweisung, seinen Hund zu rufen. Der Hundeführer gibt die Stoppkommandos selbstständig in Höhe aufgestellter Markierungen (Kegeln). Hör- und Sichtzeichen dürfen bei den Stopps gemischt werden, so kann zum Beispiel beim ersten Stopp ein Hörzeichen und beim zweiten Stopp ein Sichtzeichen gegeben werden. Hör- und Sichtzeichen dürfen jedoch nicht gleichzeitig gegeben werden. Beim ersten Rückrufkommando darf der Name des Hundes hinzugefügt werden. Es darf aber nicht der Eindruck von zwei separaten Kommandos entstehen.
    • Voransenden mit Richtungsanweisung, „Platz“ und abrufen (Koeff. 4 - Max. Punktzahl 40)

      Der Hund wird zu einem ungefähr 10 m vom Ausgangspunkt entfernten Kegel gesendet (klein, bevorzugt wird eine Halbkugel) und dort mit einem Hörzeichen innerhalb eines markierten Kreises mit 2 Meter Radius zum Stehen gebracht. Nach ca. 3 Sekunden wird der Hundeführer angewiesen, den Hund in ein Quadrat von 3 m x 3 m zu senden, welches sich ca. 25 m vom Ausgangspunkt entfernt befindet und ca. 3-5 m von der Ringbegrenzung entfernt sein sollte. Die Ecken des Quadrats werden mit Kegeln markiert. Eine sichtbare Linie (Bänder, Kreidemarkierungen) verbinden die Kegel an der Außenseite. Wenn der Hund das Quadrat erreicht hat, gibt der Hundeführer das Kommando zum Hinlegen. Auf Anweisung geht der Hundeführer in Richtung seines Hundes. Ca. 2 m vor dem Hund bekommt der Hundeführer die Anweisung für eine Wendung. Nach ca. weiteren 10 Metern wird der Hundeführer angewiesen, in Richtung des Startpunktes zu gehen. Nach ca. 10 Metern wird der Hundeführer angewiesen, während er weiter geht, seinen Hund bei Fuß zu rufen. Anschließend gibt der Steward die Anweisung zum Anhalten. Der Hund sollte nicht nur auf direktem Weg zum Kegel und in das Quadrat laufen, sondern auch das Quadrat von vorne betreten. Der Winkel vom Startpunkt zum Kegel und von dort zur Quadratmitte sollte 90° betragen.
    • Apportieren mit Richtungsanweisung (Koeff. 3 - Max. Punktzahl 30)

      Drei Bringhölzer werden in einer Reihe im Abstand von ca. 5 m zueinander ausgelegt, so dass jedes deutlich sichtbar ist. Der Startpunkt ist ca. 20 m vom mittleren Bringholz entfernt. Der Hund wird zu einem ca.10 m vom Ausgangspunkt entfernten Kegel geschickt. Der Hund wird angewiesen, bei einem Kegel innerhalb eines Kreises mit 2 m Radius stehen zu bleiben. Nach ca. 3 Sekunden wird der Hundeführer angewiesen, seinen Hund zu dem rechten oder linken Bringholz zu senden, welches durch Losentscheid bestimmt wurde. Der Hund soll dieses bringen und korrekt übergeben. Nachdem durch Auslosung feststeht, welches Bringholz zu apportieren ist, platziert der Steward drei Bringhölzer. Das geloste Bringholz (links od. rechts) wird immer zuerst ausgelegt, das in der Mitte liegende Bringholz wird niemals ausgelost. Während dieses Vorganges steht der Hundeführer mit seinem Hund in Grundstellung am Startpunkt in Blickrichtung mittlerem Bringholz, in einer Entfernung von ca. 20 m. Drei Größen von Bringhölzern, passend für verschiedene Rassen, müssen vorhanden sein (max. ca. 450g). Die Größe der Bringhölzer soll in Relation zur Größe des Hundes stehen, aber dem Hundeführer steht es frei, die Größe selbst zu wählen.
    • Sprung über die Hürde mit Metallapport (Koeff. 3 - Max. Punktzahl 30)

      Der Hundeführer steht mit seinem Hund ca. 3 m vor einer Hürde in Grundstellung. Der Hundeführer wirft auf Anweisung das Metallapportel über die Hürde. Auf Anweisung gibt der Hundeführer das Hörzeichen “Hopp”. Der Hund springt über die Hürde und bringt die Hantel über die Hürde zurück. Die Metallhanteln müssen in drei verschiedenen Größen (und Gewichte) in Relation zur Hundegröße zur Auswahl stehen. Das Gewicht der schwersten Hantel beträgt ca. 200g. Es ist jedoch dem Hundeführer unabhängig der Größe des Hundes überlassen, welche Metallhantel er wählt. Die Breite der Hürde beträgt ca. 1 m. Die Sprunghöhe richtet sich nach der Widerristhöhe des Hundes gerundet auf die nächsten 10 cm. Die Maximalhöhe beträgt 1m.
    • Identifizieren eines Gegenstandes und Apportieren (Koeff. 3 - Max. Punktzahl 30)

      Kurz vor Beginn dieser Übung übergibt der Steward dem Hundeführer einen Gegenstand aus Holz zum Apportieren (10 cm x 2 cm x 2 cm), den der Hundeführer mit seiner Startnummer markiert. Der Hundeführer kann den Gegenstand ca. 5 Sekunden lang in seiner Hand halten. Der Hund darf den Gegenstand weder berühren noch daran riechen. Der Steward sagt dem Hundeführer, dass er sich umdrehen soll, anschließend übergibt der Hundeführer den Gegenstand dem Steward. Der Hundeführer entscheidet, ob sein Hund beim Auslegen der Gegenstände zusieht oder nicht. Der Steward nimmt den Gegenstand des Hundeführers, ohne ihn mit den Händen zu berühren, in Empfang. Der Steward legt nun in einer Entfernung von ca. 10m vom Hundeführer den Gegenstand mit weiteren 5 gleichartigen Gegenständen auf dem Boden aus. Der Steward berührt die 5 gleichartigen Gegenstände, indem er sie mit der Hand auslegt. Die Gegenstände werden in einem Kreis oder in einer horizontalen Linie im Abstand von ca. 25cm ausgelegt. Der Hundeführer wird nun aufgefordert, sich umzudrehen, um danach seinem Hund das Kommando zum apportieren des markierten Gegenstandes zu geben. Der Hund soll den Gegenstand des Hundführers finden und bringen und laut allgemeinen Bestimmungen übergeben. Die Gegenstände müssen zwar für alle Starter in der gleichen Form ausgelegt werden, die Position des zu suchenden Gegenstandes kann jedoch verändert werden. Wenn die Gegenstände horizontal ausgelegt werden, darf der zu suchende Gegenstand nicht an äußerster Stelle liegen. Wenn der Hund aktiv und zielstrebig arbeitet, wird ihm eine Zeitspanne von ungefähr einer halben Minute für diese Übung gestattet. Für jeden Starter müssen sechs neue Gegenstände verwendet werden.
    • Kontrolle auf Distanz (Koeff. 4 - Max. Punktzahl 40)

      Der Hund wird auf einer vorgegeben Stelle abgelegt. Auf Anweisung verlässt der Hundeführer seinen Hund und geht zu einem ungefähr 15 m vom Hund entfernten gekennzeichneten Platz. Der Hund soll seine Position sechsmal wechseln (Steh/Sitz/Platz) und hat auf seinem angewiesenen Platz zu bleiben. Die Reihenfolge der Positionswechsel kann variieren, muss aber für alle Teilnehmer die Gleiche sein. Jede Position soll zweimal gezeigt werden und die letzte Position beim Stellungswechsel muss „Platz“ sein. Der Steward zeigt dem Hundeführer mit beschrifteten Tafeln die Reihenfolge der Positionswechsel an, die der Hund ausführen soll. Dabei sollte der Steward den Hund nicht sehen und ca. alle 3 Sekunden die Positionswechsel anzeigen. Der Hundeführer darf gleichzeitig Hör- und Sichtzeichen verwenden. Sie müssen dann aber kurz und miteinander gegeben werden. Vor oder hinter dem Hund wird eine imaginäre Linie gezogen, oder es werden zwei seitliche Markierungen verwendet.


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Volker und Carola Gentz, 47669 Wachtendonk